Recycling: die Altholzaufbereitung - Verfahrensablauf und Anlagentechnik

Idealerweise werden homogene Holzabfallsortimente angeliefert. Für diese Chargen finden die nachstehenden Ausführungen in aller Regel keine Anwendung, da diese Hölzer aufgrund der Kenntnisse ihrer Behandlung und Herkunft leichter und gezielter der Verwertung oder auch Beseitigung zugeführt werden können. Ein Großteil der angelieferten Chargen bedarf jedoch der Sortierung. Der technische Ablauf in einem Gebrauchtholz-Aufbereitungsbetrieb kann sich nach erfolgter Materialannahme beispielsweise wie folgt darstellen:

Erfahrungsgemäß ist eine sichere Trennung nur in drei Holzabfall-Belastungsgruppen möglich, so daß drei Haufwerke entstehen (Lagerung der vorsortierten Gebrauchthölzer). Großstückige Fremd- und Störstoffe werden entfernt. Von dort erfolgt die Aufgabe der Hölzer in die Brecher.
Bei der Separierung der Materialien ist darauf zu achten, dass holzschutzmittelhaltige Hölzer sowie Hölzer mit halogenorganischen Beschichtungen nicht in die Qualitäten A I, A II gelangen dürfen. Holzschutzmittelhaltige Hölzer dürfen nur in Feuerungsanlagen gelangen, welche die Qualität A IV verbrennen dürfen.
Der Vorbrecher (meist langsam laufender Walzen- oder Schneckenschraubenbrecher) wird mit Krangreifern oder Radlader aus dem Lager der Vorsortierung beschickt. Eine Vibrorinne verteilt das nunmehr vorgebrochene Material auf ein Förderband, wo ein Magnetabscheider die freiliegenden Eisenteile aussortiert. Im folgenden Lesebandbereich werden grobe Metallteile und andere Verunreinigungen wie Kunststoffe (PVC, Folien, Styropor), Papier, Textilien, Dachpappe und Bitumenreste von Hand aussortiert.

(Quelle: Leitlinie für eine qualitätsgesicherte Aufbereitung und Verwertung von Gebrauchtholz Rheinland-Pfalz)

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