Wiederverwertung von Holzverpackungen

Ob bei Holzverpackung ein Einweg- oder Mehrwegsystem genutzt wird, hängt in erster Linie von der gewählten Logistik ab. Der Transport von leeren Verpackungen - egal ob aus Holz oder aus anderem Material - ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch nicht immer sinnvoll.

Darüber hinaus sind viele Holzverpackungen in ein Mehrwegsystem eingebunden. Beispielsweise bringen es Mehrwegpaletten auf bis zu 50 Wiederverwertungen. Auch an Holzverpackungen im Einwegsystem können kleinere Reparaturen von den Kunden meist selbst durchgeführt werden, so daß auch diese im Durchschnitt 3 bis 5 mal eingesetzt werden - ein Vorteil, den andere Verpackungen, die aus einem Guß gemacht sind, nicht aufweisen.

Holzsteigen für Obst und Gemüse werden also häufig mehrfach genutzt und müssen dabei - im Gegensatz zu Kunststoffverpackungen nicht gereinigt werden, so daß kein Wasser verbraucht und die Umwelt nicht belastet wird.

Da Verpackungen - auch Holzverpackungen - wieder zurückgenommen werden müssen, stellt sich die Frage nach der Entsorgung. Die GROW hat daher ein Verwertungs- und Recyclingsystem aufgebaut, das für eine problemlose Rücknahme der Holzverpackungen sorgt.

Hersteller, die Mitglieder der GROW sind, verpflichten sich bestimmte Qualitätsanforderungen wie z.B. Unbehandeltheit des Holzes zu erfüllen. Somit garantiert das GROW-Logo die Wiederverwertbarkeit der Verpackung. Für Holzverpackungen gibt es genug Verwertungskapazität; allein GROW kann für 500.000 t jährlich garantieren.

Das Recyclingholz ist ein gesuchter Rohstoff, der je nach Aufbereitung viele Verwendungsmöglichkeiten hat. Nach dem Zerkleinern und magnetischem Abscheiden der Verbindungselemente kann das Material für folgende Produkte eingesetzt werden:

  • Span- und Dämmplatten Palettenklötze,
  • Pressspanplatten Torfersatzprodukte,
  • Kultursubstrat, Beimischung zu Grünabfällen zur Kompostierung,
  • Beimischung zu Rindenmulch.
Holzverpackungen können auch hervorragend thermisch verwendet werden. Viele Kommunen sowie die Spanplattenhersteller, die einen hohen Eigenenergiebedarf haben, nutzen die Möglichkeiten der Kraft-Wärme-Kopplung. Recyclingholz ist nicht nur Rohstoff zur Wiederverwertung, sondern liefert auch die Energie, die zur Verarbeitung benötigt wird.

 

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