Eigenschaften von Holzverpackungen

Schon seit langer Zeit verwendet man für natürliche Produkte wie Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch eine natürliche Verpackung aus Holz. Besonders der Fruchthandel ist aufgrund der leichten Verderblichkeit seiner Waren auf eine Verpackung angewiesen, die atmungsaktiv ist ohne dass Staunässe entsteht, die elastisch und trotzdem stabil ist, die zur Optimierung der Kühlung beiträgt und sich somit verschiedenen Witterungsverhältnissen anpaßt und die gut gelagert und transportiert werden kann. All diese Anforderungen erfüllt die Holzsteige.

Elastizität
Holz ist ebenso wie der Baum, aus dem es gewonnen wird, aufgrund seines Aufbaus und seiner Zellstruktur sowohl leicht und elastisch als auch durch hervorragende Festigungseigenschaften gekennzeichnet. Dadurch ist es möglich mit wenig Material- und geringem Energieaufwand stabile Holzverpackungen wie Kisten, Steigen und Paletten herzustellen. Diese Eigenschaften des Materials erlauben es z.B. Steigen mit so großen Öffnungen zu konstruieren, daß eine hervorragende Kühlung und Durchlüftung gegeben ist.

Atmungsaktivität
Aus der Tatsache, dass Holz als Naturprodukt fähig ist Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben, ergeben sich mehrere Vorteile.
Die meisten Holzverpackungen, ob Steigen oder Paletten, können unbedenklich bei jedem Wetter im Freien gelagert werden, ohne dass sich das negativ auf ihre Stabilität auswirkt. Kondenswasser, das Obst und Gemüse bei warmer Witterung abgibt wird vom Holz aufgenommen und somit wird vermieden, dass die Ware im eigenen Saft liegt und verdirbt. Bei großer Hitze gibt Holz, die in ihm gespeicherte Feuchtigkeit wieder ab. Die Verdunstung der Flüssigkeit erzeugt Kälte und schafft somit eine angenehme und kühle Umgebung, die zur Verlängerung der Haltbarkeit der Ware beiträgt. So war die hervorragende Qualität der diesjährigen Erdbeeren unter anderem auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass zur Verpackung fast ausschließlich Holzsteigen eingesetzt wurden, in einigen Fällen bis zu 500.000 Steigen pro Jahr.

Bakterien bevorzugen Plastik
Eines der Hauptargumente gegen Holz als Verpackungsmaterial für Lebensmittel ist das der Hygiene. Das atmungsaktive, poröse Holz soll angeblich ein besserer Nährboden für Bakterien aller Art sein als nicht poröses Material wie z.B. Plastik. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch das Gegenteil:
Zwei amerikanische Mikrobiologen stießen bei ihrer Suche nach Reinigungstechniken, die Holzbrettchen genauso sicher machen sollen wie Plastikbrettchen auf nahezu phantastische Ergebnisse. Sie infizierten Holzbrettchen mit bis zu 10.000 Zellen von Salmonellen, Listerien und Escherichia. Innerhalb von drei Minuten nach der Beimpfung der Holzbrettchen mit diesen gewöhnlichen Lebensmittelbakterien waren 99,9 % auf dem naturbelassenen Holz unwiederbringlich verschwunden. Unter den gleichen Bedingungen wurden auch Plastikbrettchen untersucht. Dort konnte aber keine Reduzierung, sondern eher eine Vermehrung der Bakterien beobachtet werden. Obwohl nicht bekannt ist, warum die Bakterien auf Holz verschwinden, nimmt man an, daß Holz von Natur aus eine mikrobiologische Aktivität aufweist, die wie die Studie gezeigt hat bei allen Arten von Holz und auch nach längerer Zeit wirksam ist.
Mit diesen Ergebnissen erweist sich eines der stärksten Argumente gegen die Holzverpackung im Lebensmittelbereich als nicht tragbar.

Weniger Kühlenergie notwendig
Eine Studie im spanischen Institut AINIA bestätigt, was in der Praxis schon lange bekannt ist: Holz hat von Natur aus ideale Eigenschaften, um frische Produkte optimal zu erhalten.
Wesentliche Faktoren sind: Holz ist für Luft- und Feuchtigkeit durchlässig. Extreme Lüftungsöffnungen stellen aufgrund der hohen Stabilität des Holzes kein konstruktives Problem dar und die Ware wird schnell durchkühlt. Holzsteigen haben einen natürlichen Feuchtigkeitsgehalt von meist mehr als 20 %. Holz kann weitere Feuchtigkeit in großem Umfang aufnehmen, ohne dass es an Stabilität verliert. Die Ware hat eine feuchte und kühle Umgebung, ohne dass sich Staunässe ausbildet. Bei hohen Außentemperaturen verdunstet das Wasser aus dem Holz und es entsteht Verdunstungskälte. Holz nimmt Kondensationsfeuchte auf und vermeidet, daß die Ware im eigenen Saft liegt und verdirbt.
Praxistests zeigen, dass unter entsprechenden Außenbedingungen dieser Unterschied bis zu 10 °C und mehr betragen kann. Neben dem reinen Temperaturunterschied bestehen auch Unterschiede in der Luftfeuchtigkeit in einer Holzsteige und in einem Karton oder einer anderen sterilen, abgeschlossenen Verpackung.

Fazit: Holzsteigen sind die ideale Verpackung, um optimale Produktqualität sicherzustellen, die Produktanforderungen zu erfüllen sowie die Risiken des Wetters auf ein Minimum zu reduzieren.

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